Das Projekt

Kirchenbotschafter reden mit, wo es um Religion geht

Unsere Kirchenbotschafter heißen Thea, Anna, Nicole, Katrin, Marie, Barbara und Marten; sie studieren, unterrichten, leiten Projekte. Ihre Aufgabe hier: mitreden, wo es im Netz um Religion geht. Also um die ganz großen Themen: um Gott und die Welt, ums Leben und Sterben, um das, was einen in Ängsten hält und Lebensmut gibt. Das tun sie, weil es ihnen selber etwas Wichtiges ist und sie sich gerne austauschen mit anderen, die diese Dinge ernst nehmen. Wo auch immer: beim Werder-Fan-Forum und auf Gute-Frage.net.

Denn die großen Fragen bewegen sehr viele Menschen – auch im Internet. Besonders dann, wenn das Leben Brüche bekommt und nichts mehr selbstverständlich ist. Oder wenn Kinder geboren werden oder ein neuer Lebensabschnitt beginnt. Viele wollen aber selber darüber nachdenken und sich keinen vorgefassten Lehren unterwerfen. Das tun die Kirchenbotschafterinnen auch nicht – sie habe ihren eigenen Kopf. Und sie reden mit anderen so, wie sie selber es empfinden: Sie erzählen von persönlichen Erlebnissen, von der eigenen geistlichen Praxis und von dem, was sie selber tröstet. Sie sind Expertinnen nur für die eigene christliche Glaubens-Erfahrung und müssen nicht die Kirche erklären oder rechtfertigen.

Sie tun dies ehrenamtlich im Rahmen eines Projektes der Evangelisch-Lutherischen Nordkirche. Dabei geht es nicht um ein Missionieren im platten Sinne: Hier muss niemand überzeugt werden. Aber ums Mitreden geht es: die eigene Stimme laut werden lassen. Auch im Kontakt mit Menschen, die der Kirche sehr kritisch gegenüber stehen und nicht zu einem Pastor gehen würden. Das alles, ohne jemanden zu irgendetwas zu überreden. Einfach, weil für uns schon das Gespräch zu existentiellen Themen ein wichtiger Wert ist.

Die Kirche begibt sich auf neue Wege: Wir Kirchenleute wollen besser verstehen, wie man im digitalen Alltag ganz normal über Religion redet. Die Kirchenbotschafterinnen sind darum auch keine Pressesprecherinnen und keine professionellen Seelsorgerinnen. Sie werden dafür nicht von der Kirche bezahlt und sie sind frei, ihre eigene Meinung zu sagen. Auf diesem Kirchenbotschafter-Blog stellen sich die Kirchenbotschafterinnen kurz vor. Und sie berichten von ihren Erfahrungen und Begegnungen bei den Dialogen in Foren und Online-Communities. Das Ganze ist ein Pilotprojekt des Gemeindedienstes der Nordkirche.

 
 

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